The Other History of the DC Universe: „12 Years a Slave“-Autor John Ridley schreibt eine neue Story

Götter, Helden, kosmische Bedrohungen und Magie … Wenn es Comics an einem nicht mangelt, dann ist es das Fantastische. Umso spannender und erfrischender sind gerade die Storylines, die sich mit den menschlichen Problemen, Sorgen und Nöten der Helden befassen. Passend dazu wird sich John Ridley mit „The Other History of the DC Universe“ in einer kompletten Miniserie mit den persönlichen Sichtweisen einiger Nebencharaktere auseinandersetzen.

Sowohl DC wie auch Marvel haben es in ihren Jahrzehnten geschafft komplette Universen aufzubauen. Diese drehen sich nicht nur um die geliebten Superhelden, sondern auch um die weniger bekannten Figuren im Hintergrund. Dabei sind es interessanterweise oftmals gerade diese Sidekicks, die dem Nicht-so-ganz-Natürlichen in diesen Welten mehr Glaubwürdigkeit verpassen. Im DC-Kosmos sind das zum Beispiel die Ermittler des „Gotham Central„, die eben nicht wie Jim Gordon mit Batman zu tun haben, sondern nur mit den kleinen Ganoven und Gaunern. Bei Marvel sind es unter anderem die Mitglieder des Bautrupps der „Damage Control„, die hinter den Superhelden aufräumen.

Ridley soll für „a proper representation of minorities“ sorgen

John Ridley, Oscar-prämierter Drehbuchautor des Dramas „12 Years a Slave“ und bereits unter anderem mit „The American Way“ für DC tätig, wird sich für „The Other History of the DC Universe“ in mehreren Stories den wichtigsten Ereignissen des DC-Kosmos widmen. Dabei wechselt er allerdings die Perspektive und erzählt die Geschichten nicht aus der bekannten Sicht der großen Superhelden, sondern aus dem Blickwinkel der Figuren John Stewart (Green Lantern), Extraño, Vixen, Supergirl, Katana und Renee Montoya – allesamt Angehörige historisch unterdrückter ethnischer Minderheiten wie Afroamerikanern, Latinxs, Asiaten, …

„I could not be more excited by the opportunity to excavate the canon of the DC Universe through a vast array of characters who’ve earned their seat at the table. I’m very impressed with DC’s commitment to making their history as reverent and urgent as it is engaging and entertaining for all its many fans.“

– John Ridley

DC Comics reagiert damit auch auf ein schon länger bekanntes und auch kommuniziertes Problem, dass Diversity in Comics auch im 21. Jahrhundert noch zu kurz gekommen ist. Es mangele an einer „proper representation of minorities“ innerhalb der Graphic Novels, was in der Folge auch einen eingeschränkten Zugang zu Comics für neue Leser bedeutet. Ein Problem, das Marvel ebenso erkannt hat, um in den letzten Jahren etwa mit Miles Morales über die Spider-Verse-Storyline eben keinen jungen Weißen zum nächsten Spider-Man zu machen oder mit Kamala Khan als Ms. Marvel den ersten muslimischen Charakter zu etablieren.

Header-Image: Courtesy of DC Comics

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