Schlagwort-Archive: Essay

Wenn du es spüren kannst, ist es gut: Action im Film

Ich mag Action-Filme. Sie können ungeheuren Spaß machen. Sie können dafür sorgen, dass man sich in der Lehne seines Kinosessels festkrallt. Gute Action-Filme sorgen dafür, dass das Adrenalin durch unseren Körper jagt. Wir fiebern bei Kämpfen mit, bei Sprüngen aus Fenstern, Schießereien, … Dabei sitzen wir nur da und sehen zu. Und dann gibt es die Filme, die lassen einen komplett kalt. Weil wir nichts von der Action spüren.

YouTuber „The Nerdwriter“ hat sich der Sache in seinem neuesten Video-Essay einmal angenommen. Wieso funktionieren Filme wie die „Mission: Impossible“-Reihe auch im sechsten oder siebten Teil noch? Es muss schließlich einen Grund geben. Die Antwort naheliegende Antwort: Die Handlungen der Figuren passen zur Story und die Story ermöglicht es, dass wir die Handlungen der Figuren als passend empfinden. Wenn das klappt, ist das die halbe Miete. Wenn diese in Action gipfelnden Handlungen dann auch noch eine Wirkung auf uns haben, weil uns der Einfluss auf die Figur mitnimmt, dann ist das die andere Hälfte. Nur übertreiben darf man es dabei nicht.

Gut gemachte Action kann man fühlen

Hollywood hat in den letzten Jahren eine Art Formel entwickelt, wie viel man den Zuschauern abverlangen kann. Drei bis vier große Action Set Pieces sind ausreichend für einen großen Film. Sie haben ihre eigene Dynamik, nehmen sich im besten Fall nicht zu ernst und sind für den Zuschauer nachvollziehbar. Tom Cruise versteht das zum Beispiel sehr gut umzusetzen. Darum macht er seine irrwitzigen Stunts aber auch seit jeher selbst. Der Zuschauer soll sehen, dass es seine Figur ist, die das alles tut. Darum sehen wir auch gerne zu, wie er Häuserwände runterrennt oder sich an startende Flugzeuge klammert.

Wer das ebenfalls sehr oft sehr gut umzusetzen weiß sind die Filme des Marvel Cinematic Universe. „Ja, klar … Natürlich sagst du das als Fanboy“ werdet ihr euch denken. Aber es ist wirklich so. Marvel gelingen mit ihren Set Pieces die großen Sequenzen, an die wir uns am Ende eines Films und darüber hinaus noch erinnern. Dabei müssen es noch nicht einmal die Schlüsselszenen eines Films sein. Ich könnte aus jedem der mittlerweile 19 Marvel-Filme mindestens zwei starke Set Pieces je Werk nennen. Eben weil sie so gut waren, dass sie in Erinnerung blieben. Ja, selbst für „Thor: The Dark World“.

Das DC Extended Universe auf der anderen Seite … Naja, das hat noch Luft nach oben, was das angeht. Aber ich will nicht alles verraten. Schaut euch einfach den Essay an. Dann habt ihr eine Ahnung, warum manche Filme einfach so ungemein gute Action-Szenen liefern und uns auch nach dem Abspann noch begleiten und andere eben nicht.

 

 

Bild im Header als Screenshot via YouTube.

Warum Weihnachten ohne „Die Hard“ Beschiss ist

Zu Weihnachten folge ich – wie viele andere auch – einer gewissen Routine. Nach Hause fahren. Die Familie knuddeln. Zu viel essen. Zu wenig bewegen. Dafür umso mehr auf der Couch rumlungern und Filme sehen. Alles klar soweit. Allerdings gehört ein Film für mich so sehr zu Weihnachten wie für andere „Der kleine Lord“, „Sissi“ oder „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und das ist „Die Hard“ oder eben „Stirb langsam“ im deutschen Titel. Ein Weihnachten ohne John McClanes immer dreckiger und speckiger werdendes Unterhemd ist einfach nur falsch. Oder in anderen Worten:

Hans Gruber Christmas Die Hard

Everything Great About „Die Hard“

Passend dazu hat sich das von mir abgöttisch geliebte „CinemaWins“ zu den Feiertagen des ersten Teils von „Die Hard“ angenommen und genüsslich abfeiert, warum Weihnachten mit Hans Gruber und Co. so viel Spaß macht.

Dabei geht es nicht nur um Bruce Willis als „Average Joe“ John McClane, der je nach Betrachtung eher der Antagonist ist, während Alan Rickman als einer der besten Schurken aller Zeiten die eigentliche Hauptrolle einnimmt. Schließlich – Spoiler voraus – ist er es, der dem Film seinen Titel gibt. Nein, es geht auch um die Machart und das handwerkliche Geschick, um den Zuschauer immer genau das wissen zu lassen, was wichtig ist. Und natürlich, wo Bösewichte von Format ihre Anzüge einkaufen.


Merry Christmas And Happy Die Hard! Die Hard being a Christmas movie is a cliché that I’ll happily play into. You guys voted for it, so here it is! Everything right with Die Hard!