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Das „Cantina Theme“ aus Star Wars, „gespielt“ mit einem Bleistift

Es gibt einen Witz unter Menschen aus der Kommunikationsbranche: Wir sind alle nur hier gelandet, weil wir Mathe entfliehen wollten. Blöd nur, dass wir nun mehr denn je mit Zahlen zu tun haben. Dass Mathematik aber auch cool sein kann, zeigt uns Dani Ochoa. Als „a girl with too much time on her hands“ hat sie herausgefunden, dass man das „Cantina Theme“ aus „Star Wars“ mit einem Bleistift spielen kann. Während man eine mathematische Formel schreibt! Ohne Witz.

Die Melodie kennt jeder, der „Star Wars“ gesehen hat. Obi-Wan und Luke suchen in der Mos Eiseley Cantina nach einer Möglichkeit vor dem Imperium abzuhauen, während im Hintergrund die Cantina Band spielt. Das „Cantina Theme“ ist so dermaßen ohrwurmkompatibel, dass in der Regel nur ein paar Takte ausreichen, um meine Kollegen den ganzen Tag damit zu beschäftigen. Alles schon ausprobiert.



Die „Cantina Band“-Formel funktioniert!

Das Allerbeste an Danis Formel ist aber die Tatsache, dass es eine tatsächlich funktionierende Gleichung ist. So zumindest ein User auf reddit, der sich in den Kommentaren dazu ausgelassen hat:

However, if you do a little digging, you find that these letters are actually common variables found in physics!

v commonly stands for velocity
V stands for voltage
E stands for Young’s Modulus, which is the measure of a solid materials stiffness
f stands for friction
A is peak amplitude

This is where things really start to get crazy. If we can extrapolate that this formula has something to do with the Star Wars universe, then perhaps it might has something to do with space travel (since, you know, that is one of the major themes of the universe right?).

Ich bin kein Mathematiker und kann das in keinsterweise bestätigen oder als Humbug entlarven – sonst wäre ich nicht in der Kommunikationsbranche –, aber ich will einfach daran glauben, dass das alles so stimmt.

Gefunden auf reddit. Header-Bild via YouTube.

95 Jahre „Stan The Man“: Happy Birthday, Stan Lee!

Spider-Man, Hulk, die Fantastic Four, Thor, Iron Man, die X-Men, … Sie alle würde es nicht geben, wenn Stan Lee sie nicht in seinen etlichen Jahren bei Marvel zusammen mit so großartigen Zeichnern wie Jack Kirby, Steve Ditko oder John Romita zu Leben erweckt hätte. Heute, am 28. Dezember, feiert „Stan The Man“ seinen 95. Geburtstag.

Charakterentwicklung statt plumper Klopperei

Man kann unumwunden behaupten, dass Stan Lee einer der einflussreichsten und wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts war. Mit seinen Comics schuf er die Grundlage für gleich mehrere popkulturelle Phänomene. Mehr noch: Das Imperium, das Marvel heute ist, um Jahr für Jahr einen neuen Superheldenfilm ins Kino zu bringen, basiert zum Großteil auf seinen Geschichten. Denn nicht nur der Facettenreichtum der knapp 600 Figuren, die er erfunden hat, ist kaum zu übertreffen. Insbesondere die Zeichnung der Persönlichkeiten seiner (Anti-)Helden machte seine Schöpfungen so besonders, da menschlich.

Anders als damals üblich bestanden seine Geschichten nicht nur aus loser Handlung und vielen Kampfsequenzen. Seine Figuren hatten allesamt einen Hintergrund, ein Privatleben und ganz eigene Probleme. Ein Peter Parker etwa, der als Spider-Man nicht nur New York und die Welt rettet, sondern auch mit der Pubertät und der Highschool zurechtkommen muss. Oder die Fantastic Four, die eher ungewollt zu ihren Superkräften kamen und sich erst damit arrangieren mussten Helden zu sein. Oder die X-Men, die als Mutanten ob ihrer Andersartigkeit ausgegrenzt, angefeindet und verfolgt werden.

Cameos ohne Ende: Dauerbrenner Stan Lee

Die Liste all seiner Kreationen ist lang und wird wohl nur von seinen Cameo-Auftritten in Film und Fernsehen erreicht. Schon vor dem Start des Marvel Cinematic Universe mit dem ersten „Iron Man“-Film in 2008 hatte Lee seinen Spaß daran in den Verfilmungen seiner Werke aufzutreten. So findet er sich in unzähligen Szenen wieder, auf die Fans mittlerweile regelrecht hinfiebern. In „Guardians of the Galaxy Vol. II“ findet sich auch mittlerweile eine Erklärung dafür, warum er innerhalb des zusammenhängenden Filmuniversums immer wieder auftaucht.

Beginnend mit „X-Men“ anno 2000 kommt Stan Lee dann auch mittlerweile auf 31 Leinwandabenteuer, die er miterlebt hat. Hoffen wir, dass noch ganz viele dazukommen werden. Ich würde es mir wirklich wünschen.

In diesem Sinne: Excelsior!

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